Rampage: Big Meets Bigger

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Interview Dwayne Johnson

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Dwayne Johnson: «Ich habe jahrelang den Coolen und Tapferen vorgespielt»

Dwayne “The Rock” Johnson gibt in RAMPAGE alles. Doch erst kürzlich gab er zu, unter Depressionen zu leiden. Bei uns erzählt er, wie es dazu kam und weshalb ihm dieser Film so am Herzen liegt.

Dwayne Johnson, der Film handelt hauptsächlich von Tieren. Haben Sie eine spezielle Bindung zu Tieren? Ja, ich denke, ich habe eine spezielle Bindung zu Tieren. Ich liebe Tiere. Wir haben Pferde in Virginia und Hunde. Ausserdem habe ich früher Fische gezüchtet. Das spezielle bei Tieren ist es ja, egal ob es Wildtiere oder Haustiere sind, in erster Linie sind sie unschuldig und nicht bösartig. Doch wenn diese Tiere verletzt sind oder gar durch einen anderen Menschen verletzt werden, dann tut man alles, um sein Tier zu schützen. Das ist es auch, was man im Film sehen wird.

Sie haben einen Australien Shepard. Wie würden Sie Ihre Beziehung beschreiben, zumal er Sie auch bei diesem Film unterstützt hat? Mein Hund und ich sind sehr eng verbunden, denn wir sind die einzigen männlichen Lebewesen in der Familie. Sonst sind nur Frauen im Haus (schmunzelt). Deshalb haben wir einen tollen Zusammenhalt. So können wir dann auch mal miteinander toben und kämpfen. Danach versöhnen wir uns wieder und haben uns einfach gern. Also nahm ich diese Gefühle und die Verbindung mit und übertrug es auf die Beziehungen zu den Tieren im Film. So einfach das auch klingen mag, doch jedes Mal, wenn ich meinen besten Freund, den Gorilla sah, hatte ich stattdessen meinen Hund vor Augen. Da entsteht einfach diese Liebe, vor allem wenn sie verletzt sind. Zudem hat mein Hund sein Bruder verloren. Wir haben beide als Welpen zu uns geholt und dann verlor er ihn. Auch wenn er noch ein Welpe war, wusste er, dass mit seinem Bruder etwas nicht stimmt und dieser nicht überleben wird. Tiere wissen solche Dinge einfach. Es war eine sehr emotionale Zeit. Er ist wirklich ein besonderer Hund.

Sie posten sehr viel auf Social Media unter anderem auch über Ihre Depression. Diese Posts erhielten viel positives Feedback. Wie fühlen Sie sich dabei? Ich bin dankbar. Ich hatte vor Monaten einige Gedanken und Gefühle zu meinen wiederkehrenden Kämpfen mit meiner Depression geteilt. Dann geschah etwas Interessantes, vermutlich ein Schachzug des Universums oder des Schicksals. Fox News hat einen Post von mir geteilt, der bereits einige Monate alt war. Der Beitrag war auch überhaupt nicht politisch, sondern sehr ernsthaft. Es war ein Beitrag von mir über meinen Kampf mit der Depression. Darauf reagierten die Leute dann. Plötzlich hatte ich ganz viele Nachrichten in meinem Account und das war sehr überraschend. Ich sah mir das alles an und merkte, dass es sich um diesen Post handelte.

Wie ging es dann weiter? Ich antwortete dann Fox News. Ich bedankte mich bei ihnen und all meinen Fans. Ich schrieb, dass ich hoffte, so etwas helfen zu können. Ausserdem schrieb ich, dass sie nie alleine seien und sich, wenn sie Probleme hätten, jemandem öffnen sollen. Das Feedback dazu ist überwältigend und absolut befriedigend. Es ist eine Erinnerung, dass psychische Gesundheit wichtig ist. Der Mensch ist in seiner DNA ein bisschen dazu vorbestimmt diese Fassade der Coolness und Tapferkeit zu haben und durch alles hindurch zu kämpfen. Das betrifft alle gleich, aber vor allem die Männer, da sie das Gefühl haben, alles in sich aufnehmen zu müssen und in sich zu verschliessen. So wie ich das jahrelang vorspielte. Doch wie bereits gesagt, die Rückmeldungen waren toll. Und wenn ich jemandem helfen kann, dann wäre ich glücklich genau das zu tun.

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