Jurassic World: Das gefallene Königreich

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Action
Wie der Titel DAS GEFALLENE KÖNIGREICH schon verrät, steht es schlecht um die Insel Nublar und die inzwischen frei lebenden Dinos aus dem zerstörten Themenpark. Ein Vulkanausbruch und eine fiese Kreuzung Namens Indoraptor machen Claire (Bryce Dallas Howard) und Dinoflüsterer Owen (Chris Pratt) das Leben ganz schön schwer. So entbrennt unter den beiden statt der erhofften Romanze erst mal ein Streit, ob Kreaturen wie der Indoraptor (und was sonst noch alles für Strassenkreuzungen entstehen könnten) es überhaupt wert sind, gerettet zu werden.

Dieser zweite Teil der neuen Trilogie bietet nebst der wiederkehrenden, moralischen Frage nach dem Eingreifen in die Evolution aber vor allem eines: Viel mehr Action als Handlung. Das Drehbuch vom Autoren-Duo Colin Trevorrow und Derek Connolly bietet wenig Neues. Zudem wird der ein oder andere Fan der Reihe das erste Déjà-vu erleben, wenn die Dinos von der Insel exportiert werden sollen, also ähnlich wie in Teil 2 der ersten Trilogie. Und dann gleich nochmals bei den Darstellern, wenn Jeff Goldblum wieder für einen kurzen Auftritt den genialen Dr. Ian Malcolm gibt.

Bei seinem Auftritt schwelgt man dann für einige Momente in Nostalgie und erinnert sich, wie alles begann. Dabei wird einem bewusst, wie genial die Idee von Romanautor Michael Crichton doch damals war und bis heute ist. Denn die Welt hat sich seit dem ersten Film 1993 nicht etwa verbessert, im Gegenteil. Profit geht mehr denn je über Umweltbewusstsein. Und so ist dieser Streifen, der dank dem horrorerfahrenen Regisseur J.A. Bayona viel düsterer daher kommen wird als sein Vorgänger, aktueller denn je und unterhält einem solide. Was die Handlung im Abschlussfilm (geplant für 2021) betrifft, wäre eine Steigerung aber nicht nur wünschenswert, sondern notwendig. [Philipp Portmann]