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Interview Rachel McAdams

Interview: Mathilde Bernard

Rachel McAdams: «Ich begann Eurovision zu schauen, als Conchita Wurst gewann»

LOS ANGELES In der Musik-Komödie «Eurovision Song Contest» will Sängerin Sigrit nur eines; den grössten Wettbewerb gewinnen. Verkörpert wird die Kämpferin von Rachel McAdams, die uns via Videocall Rede und Antwort stand. Dabei haben wir unter anderem erfahren, wieso ausgerechnet Conchita Wurst ihre Aufmerksamkeit auf sich ziehen konnte und was es ihr bedeutet, ihre Eltern stolz zu machen.

Rachel, du bist Kanadierin. Hast du jemals den Eurovision Song Contest gesehen oder war dir das zu abstrakt? Das Thema war sehr neu für mich und daher leider auch ziemlich unerforscht. Ich habe dem Ganzen ehrlich gesagt erst Beachtung geschenkt, als mal Conchita Wurst gewann. Damals dachte ich nur: 'Wow, wie genial!' Aber alle anderen Shows, die davor kamen, sind an mir vorbei.

Wieso konnte gerade Conchita Wurst deine Aufmerksamkeit auf den Eurovision Song Contest ziehen? Es war vor allem die Tatsache, dass sie für ihre Performance geliebt und unterstützt wurde. Und das, obwohl sie komplett anders war. Es war ein toller Schritt für LGBTQ+ Rechte, wodurch es auch auf politischer Ebene sehr aufregend war. Aber abgesehen davon war sie eine unglaubliche Performerin und hat es mit ihrem Song und ihrer Stimme absolut verdient zu gewinnen.

In einer Szene fragt deine Figur den Alexander: 'Bist du schwul?' Mir gefiel dieser Aspekt, da er sich sehr wahr anfühlt. Für meine Figur war es sehr verwirrend, ihn mit jedem flirten zu sehen (lacht). Es schien ihr auch unklar zu sein, ob sein Antrag auch wirklich romantisch gemeint war oder es viel mehr ein geschäftlicher Deal sein sollte. Daher mag ich unsere verschiedenen sowie kulturellen Reaktionen auf Sexualität und Sex in unserem Film - auch wenn sie lediglich einen Bruchteil der Geschichte ausmachen und der eigentliche Fokus nicht darauf liegt. Aber wir haben so viele Kulturen auf dieser Welt und diese zu erforschen, gefällt mir.

Übrigens, ich mag deine Frisur im Film. Läufst du Zuhause auch mit diesen Twisty Bun's rum? Das tue ich (lacht). Wobei ich sie normalerweise auf meinem ganzen Kopf verteilt trage. Ich wollte sie schon immer in irgendeinem Film unterbringen, aber es erschien mir bei keinem wirklich angemessen - bis EUROVISION kam.

Lars will unbedingt seinen Vater stolz machen. Kannst du dich damit identifizieren? Total! Es spielt keine Rolle, wie alt du bist. Es steckt immer ein Teil von diesem Kind in dir, das seine Eltern stolz machen und von ihnen geliebt und unterstützt werden will. Und Lars lebt sogar noch mit seinem Vater zusammen (lacht). Und wer weiss, wie alt er im Film schon ist. Aber sein Vater hält sich auch nicht zurück, wenn er mal keinen Stolz für seinen Sohn empfindet. Meine Eltern sagen mir immer, dass sie stolz auf mich sind und das von ihnen zu hören, bedeutet mir alles.

Du bist ja selbst Mutter. Da ist es dir bestimmt besonders wichtig, diese Gefühle auch an deinen Nachwuchs weiterzugeben. Oh ja! Man muss ihnen einfach erlauben, zu sein, wer sie sind - solange sie das erfüllt und sie sich dabei ihren eigenen Weg bahnen können. Es darf dabei nicht um dich gehen.

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