Zwingli

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Drama

Von: Nicole Odermatt

Wie Zwingli Zürich rockte

Regisseur Stefan Haupt nimmt sich mit seinem Historienfilm ZWINGLI einem Stück Schweizer Geschichte an, die zwar von höchster Wichtigkeit ist, aber an der Schule oft nur mit 1-2 Lektionen abgetan wird: Die Züricher Reformation.

Ein ambitiöses Vorhaben, diese spannende, aber längst vergangene Zeit filmisch aufzubereiten. Haupt stand dazu ein für die Schweiz staatliches Budget von fast sechs Millionen Franken zur Verfügung. Dafür hatte er viel dramaturgische Freiheit, weil von dem Mensch Huldrych Zwingli, ausser einigen alten Schriften, kaum Material überliefert wurde.

Held wider Willen?

Eine dieser Freiheiten, die Haupt sich genommen hat, ist Zwingli als Titelfigur und Held durch den Film zu führen. Tatsächlich soll dieser aber genau das Gegenteil gewesen sein: Ein bescheidener Mann, der nicht im Mittelpunkt stehen wollte. Eine Gratwanderung also, die der Regisseur zwischen historischer Korrektheit und einem dramaturgisch notwendigen Spannungsbogen beschreiten musste - und diese ist durchaus gelungen.

Liebe zum Detail

Gedreht wurde natürlich an Originalschauplätzen wie dem Zürcher Grossmünster. Aufwendige authentische Kostüme und Requisiten werden von einem für die damalige Zeit harschen Umgangsformen abgerundet. Diese Detailtreue geht alleine bei der Verharmlosung einiger übermittelten Vorkommnissen verloren.

Fazit

Stefan Haupt liefert mit seinem Biopic eine eindrückliche Geschichtslektion, die Jung und Alt mühelos 500 Jahre zurück versetzen wird und die Frage aufkommen lässt, wie viel Zwingli eigentlich in einem selber steckt?

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