Everything Everywhere All at Once

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Comedy

Von: Carmine Carpenito

Das Multiversum mal anders

Macht euch bereit für den Kultfilm des Jahres. Denn er bietet ein Multiversum der Extraklasse. Mit dabei: Michelle Yeoh («Avatar: The Way of Water») und Jamie Lee Curtis («Halloween»).

Während Doctor Strange im Multiversum des Wahnsinns Jagd auf eine dämonische Präsenz macht, bekommt es Michelle Yeoh in ihrem neuen Film mit ganz anderen Paralleluniversen zu tun. Wer «Swiss Army Man» (2016) gesehen hat, den skurrilsten Film, in dem Daniel Radcliffe je mitgespielt hat, kann erahnen, was die Daniels alias Dan Kwan und Daniel Scheinert als Autoren, Regisseure und Produzenten nun ausgeheckt haben. Aber auch wieder nicht. Denn EVERYTHING EVERYWHERE ALL AT ONCE ist etwas völlig Neues.

Ein Hit vor dem runden Geburtstag

Darin schlüpft Michelle Yeoh, die am 6. August 60 wird, in die Rolle der Waschsalonbesitzerin Evelyn Wang, die im Chaos ihres Alltags untergeht. Der bevorstehende Besuch ihres Vaters überfordert sie, die Wünsche der Kunden bringen sie an ihre Grenzen und die anstehende Steuererklärung wächst ihr komplett über den Kopf. Der Gang zum Finanzamt ist unausweichlich.

Jamie Lee Curtis als Steuerprüferin

Doch während sie mit ihrer Familie bei der Steuerprüferin (grossartig: Jamie Lee Curtis) vorspricht, wird ihr Universum komplett durcheinandergewirbelt. Raum und Zeit lösen sich auf und sie und ihre Mitmenschen haben plötzlich weitere Leben in diversen Parallelwelten. Aber das Multiversum hat auch Vorteile: Wang kann auf die Fähigkeiten und das Leben anderer Versionen ihrer selbst zugreifen. Das ist auch bitter nötig, denn sie wird mit einer grossen, wenn nicht gar der grösstmöglichen Mission überhaupt betraut: der Rettung der Welt vor dem unbekannten Bösen.

Was die Rolle Michelle Yeoh bedeutet

Für Michelle Yeoh stellt es keine Selbstverständlichkeit dar, dass sie als Schauspielerin mit asiatischer Herkunft in einem von der Fachpresse umjubelten Projekt wie diesem mitspielen darf – auch wenn sie den Regisseuren gegenüber oft zugeben musste, im Hinblick auf die komplexen Dreharbeiten etwas verwirrt zu sein: «Jeden Tag, als ich auf das Set kam, hatte ich keine Ahnung, was passiert. Aber die Daniels haben mir immer gesagt, dass ich mir keine Sorgen machen müsse und sie mich schon an die richtigen Stellen navigieren würden.»

Klein, aber oho

EVERYTHING EVERYWHERE ALL AT ONCE sieht zwar so aus wie ein Blockbuster, wurde in Wirklichkeit aber mit kleinem Budget auf die Beine gestellt. Die Macher mussten oft improvisieren und auf dem Set zu unkonventionellen Tricks greifen, damit am Ende auch alles so rüberkommt wie bei den ganz Grossen. Dieses einzigartige Kunstwerk überrascht selbst diejenigen, die der Meinung sind, nicht mehr überrascht werden zu können. Wer’s nicht glaubt, muss bloss den genialen und witzigen Trailer anschauen. Wer danach nicht ins Kino will, ist selber schuld.

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