IT RALPH FIEAm 6. Oktober 2024 wurde CONCLAVE in Anwesenheit von Hauptdarsteller Ralph Fiennes am 20. Zurich Film Festival vorgestellt. Wir trafen den 61-jährigen Schauspieler am Green Carpet zum Interview.
Ralph, warum wollten Sie bei diesem Projekt unbedingt mitmachen? Nun, als Schauspieler will man als allererstes natürlich immer wissen, wie die Rolle ist. Danach begutachtet man das Drehbuch als Ganzes, um zu sehen, ob es inhaltlich funktioniert. Und glücklicherweise waren Regisseur Edward Berger und ich einer Meinung, was Lawrence betrifft. Er ist sehr komplex und ich mag sein widerwilliges Wesen. Wie man im Film sehen kann, verfügt er über Zweifel. Dass ausgerechnet jener Mann, der das Konklave leitet, diese hat, ist faszinierend. Aus diesem Grund war das Drehbuch ein Volltreffer.
Haben Sie auch hin und wieder mal Zweifel, wenn es um Ihren Beruf als Schauspieler geht? Ständig! Wenn man das Set nach einem Drehtag verlässt, zweifelt man an allem, was man gerade getan hat. Man stellt sich selbst Fragen wie: ‘War es in Ordnung? War ich gut? Hat alles funktioniert?’ Aber es gibt in jedem Fall kein Zurück mehr. Und damit muss man einfach leben können.
Edward Berger hat Regie geführt. Wie haben Sie Ihn erlebt? Er war der perfekte Regisseur! Das liegt daran, dass er seinen Schauspielern die Erlaubnis erteilt, Dinge auszuprobieren. Für einen Schauspieler erzeugt dies eine sehr angenehme Atmosphäre auf dem Set, weil man dadurch gewisse Herangehensweisen erforschen darf. All das macht Edward Berger perfekt!
Wie würden Sie Ihre Ambition in der Filmlandschaft beschreiben? Nun, ich habe stets die Ambition, besser zu werden. Aber klappt es auch? Darauf gibt es nicht wirklich eine Antwort. Wenn man mit einer Rolle vertraut gemacht wird, die man unbedingt spielen möchte, dann will man seinen Job auch so gut wie möglich machen. Nach so vielen Jahren, die ich inzwischen mit der Schauspielerei verbracht habe, ist es schön, dass ich noch immer die Ambition habe, immer besser werden zu wollen. Gleichzeitig realisiert man aber auch, dass man manchmal sein Bestes gibt, die Welt das aber nicht erkennt. Das erzeugt Zweifel und man ertappt sich dann auch dabei, wie man seine Denkweise anpasst. Man benötigt einen Regisseur wie Edward Berger, um das Potenzial zu maximieren.
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