The Hundred-Foot Journey

hot
Comedy

Interview Helen Mirren

Interview: Raya AbiRached

Helen Mirren: «Ich finde die Botschaft des Films wichtig»

LONDON Helen Mirren übernimmt in «The Hundred-Foot Journey» die Rolle der strengen Restaurantbesitzerin Madame Mallory. Für sie geht es in diesem Feel-Good-Movie aber um mehr, als nur ums Essen.

Helen Mirren, sind Sie eine Gourmet-Esserin? Das kann ich nicht behaupten, aber ich liebe Essen. Ich gehe gerne zum Essen weg, natürlich besonders mit Hunger im Bauch. Für das Publikum wünsche ich mir, dass sie sich einen Tisch für nach dem Film reservieren und statt vorher danach etwas essen. Das würde den Abend abrunden.

Was motivierte Sie diese Rolle zu wählen? Ich finde die Borschaft des Films wichtig. Was anders oder fremd ist, sollten wir akzeptieren, in unser Leben integrieren und einfach geniessen. Wir alle können voneinander lernen. Menschen neigen dazu sich von der Welt abzuschotten. Wenn auch weniger stark als noch vor 40 oder 50 Jahren, da die Erde internationaler wurde. Dabei würden wir uns besser als Partner im Leben betrachten, statt als Antagonisten und uns nicht gegenüberstellen oder bekämpfen. Im Film lernen beide Restaurantbesitzer voneinander, das ist die Kernaussage des Films. Wir zeigen keine Einbahnstrasse, nicht nur Madame Mallory muss viel lernen, auch Mr. Kadam hat das nötig. Beide sind dickköpfig, rechthaberisch und stur.

Wir alle können wohl noch dazulernen… Das macht unser Leben aus. Seit Beginn des menschlichen Lebens in Afrika zogen Menschen über die Erde, manchmal begegneten sie sich mit Gewalt und manchmal durch vorsichtige Annäherung. Diese Wanderbewegungen sind Teil unserer menschlichen Existenz, wir alle tragen unglaubliche Verbindungen in unserer DNA in uns.

Ihre jungen Co-Stars schauen zu Ihnen auf, aber wer inspiriert Sie? Das funktioniert auch umgekehrt. Ich arbeite gerne mit jungen Darstellern und beobachte ihre Arbeit, um von ihnen zu lernen. Junge Schauspieler, die neu in der Branche sind, inspirieren mich durch ihre Frische und Offenheit. Daher drehe ich den Spiess um und behaupte sie inspirieren meine Arbeit.