Exit 8

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Drama

Von: Carmine Carpenito

HIER FÜHRT KEIN WEG RAUS

Ein einziger, endloser U-Bahn-Tunnel. Gleissend helles Neonlicht, sterile weisse Kacheln und eine unheimliche Stille, die nur vom Echo eigener Schritte durchbrochen wird. Das ist die Ausgangslage des japanischen Psychothrillers EXIT 8, der auf dem gleichnamigen, weltweiten Kult-Videospiel basiert.

Die Regeln dieser surrealen filmischen Reise sind denkbar einfach, aber psychologisch mörderisch: Beobachte die Umgebung akribisch. Entdeckst du das kleinste ungewöhnliche Detail - eine winzige Anomalie -, musst du sofort umkehren. Ist alles normal, geh weiter. Das Ziel: Der namensgebende Ausgang 8. Doch schon ein einziger übersehener Fehler wirft den Protagonisten unerbittlich an den absoluten Anfang der Zeitschlaufe zurück.

Cannes Film Festival-Hit schafft es endlich in die Schweiz

Was als minimalistisches Indie-Game Millionen Spieler in den Bann zog, verwandelt Regisseur Genki Kawamura auf der Leinwand in ein meisterhaftes klaustrophobisches Kammerspiel. Der Film feierte seine umjubelte Premiere beim renommierten Cannes Film Festival und entwickelte sich in Japan rasch zum Kassenknüller. Hauptdarsteller Kazunari Ninomiya verkörpert den verzweifelten Gefangenen des Tunnels mit einer greifbaren, beklemmenden Intensität.

Filmischer Paranoia-Trip

Das Besondere an dem raffinierten Skript: Das Publikum wird im Kinosessel direkt zum Mitwissen verdammt. Man ertappt sich dabei, jede Wandecke, jede Werbetafel und jede Tür im Hintergrund fieberhaft nach Fehlern abzusuchen. Meisterhaft untermalt wird dieser filmische Paranoia-Trip von einem preisgekrönten, immersiven 5.1-Surround-Sound-Design, bei dem das unheimliche Quietschen von Schuhen direkt im Kopf der Zuschauer widerhallt.

Verwirrspiel der Extraklasse

EXIT 8 ist kein typischer, plumper Horrorfilm mit billigen Schockmomenten. Es ist ein hochspannendes, existenzielles Verwirrspiel über Wahrnehmung, Isolation und die menschliche Psyche. Ein packendes Kino-Highlight, das noch lange nach dem Verlassen des Kinosaals im Gedächtnis bleibt - vorausgesetzt, man findet den Ausgang!