The Boy Next Door

hot
Thriller

Interview Jennifer Lopez

Interview Ryan Guzman

Interview: Raya AbiRached

Jennifer Lopez: «Eine Gage gab es nicht»

LOS ANGELES Im psychologischen Thriller «The Boy Next Door» schlüpft Jennifer Lopez in die Rolle einer Ehefrau und Mutter, die von ihrem Ex-Lover Noah (Ryan Guzman) tyrannisiert wird. Im Interview mit kinowetter erklärt die Schauspielerin und Sängerin, was sie an der Rolle faszinierte, wie sie ihre Karriere vorantreibt und ihre Kreativität auslebt.

Jennifer Lopez, Sie suchen sich immer Rollen aus, die sich voneinander unterscheiden. War dies stets eine bewusste Entscheidung? Nicht wirklich. Mich interessiert viel mehr, ob es sich um einen interessanten Stoff oder ein gutes Drehbuch handelt und wer es sich auf dem Regiestuhl gemütlich macht. Es gibt verschiedene Beweggründe, wieso ich für einen Film unterschreibe.

Und wieso haben Sie für «The Boy Next Door» unterzeichnet? Meine Figur Claire zog mich am meisten an. Ich konnte mich sehr gut mit ihr identifizieren und ihre Gefühle nachvollziehen. Vor allem während ihres Tiefs, als sie herausfindet, dass sie von ihrem Mann betrogen wird und nicht weiss, ob sie sich scheiden lassen will. Oder als sie an einem schwachen Tag einen herben Fehler begeht und anschliessend wieder für ihre Familie kämpft. Für mich fühlte es sich sehr realistisch an. Ich liebe die Tatsache, diese Figur gespielt haben zu dürfen.

Und Sie haben nicht nur mitgespielt... Richtig, ich habe den Film ausserdem mitproduziert. Der Film wurde mit einem sehr kleinen Budget umgesetzt. Meine Produktions-Partner und ich haben das Drehbuch gelesen und waren sofort der Ansicht, dass es sich um eine grossartige Rolle handelt. Sie hat perfekt zu mir gepasst. Wir wollten den Film auf jeden Fall machen und haben dann auch die notwendigen Finanzierungsmittel erhalten. Es war eine überragende Achterbahnfahrt. Allerdings auch sehr herausfordernd, in nur 23 Tagen einen Film für 4 Millionen Dollar zu machen. Das war richtig hart. Eine Gage gab es aufgrund dessen auch nicht. (lacht) Man setzt in solch einem Fall auf sich selbst und auf die Tatsache, dass man einen unterhaltsamen Film auf die Beine stellen kann, den die Leute dann geniessen können.

Sind Sie immer noch so beschäftigt wie vor ein paar Jahren? Ja, daran hat sich nichts geändert. Das Spektrum hat sich sogar erweitert. Ich habe jetzt mehr Dinge zu tun. Aber es ist aufregend. Ich geniesse eine grossartige Karriere und ich bin jeden einzelnen Tag dankbar dafür.

Wie wichtig ist es Ihnen, kreativ auch weiterhin aktiv zu bleiben? Sehr wichtig. Als kreative Person möchte man diese Fähigkeit aufrecht halten. Ich möchte in mehr Filmen mitspielen, mehr produzieren und für das Fernsehen arbeiten. Letztgenanntes werde ich noch in diesem Jahr machen. Ich mache eine Serie, die ich selbst produziere und die in New York spielt. Es geht immer darum, sich selbst zu fragen, wie man seine Kreativität verwirklicht. So was entfaltet sich auf verschiedene Art und Weise.

Sie sind international berühmt. Reisen Sie immer noch gerne um die Welt? Oh ja, ich liebe es.

Sie sind Schauspielerin, Musikerin und Mutter. Welche Rolle gefällt Ihnen am besten? Die Mutterrolle. Es ist der wahrscheinlich befriedigendste, fröhlichste und liebenswerteste Part, den es gibt.

Wie sieht es mit der Modewelt aus? Als wie wichtig empfinden Sie es, sich je nach Anlass gemessen anzuziehen? Es bereitet mir eine Menge Spass, aber ich nehme es auch nicht zu ernst. Mein Team und ich haben viel Freude dabei.

Wie war die Zusammenarbeit mit Ryan Guzman und John Corbett? Grossartig. Mit John [Corbett] habe ich noch niemals zuvor zusammengearbeitet, aber es war toll. Und Ryan [Guzman] war irgendwie eine Entdeckung. Ich wusste, dass er in den «Step Up» -Filmen mitgespielt hat. Aber niemand sah ihn in einer solch ernsthaften Rolle wie in «The Boy Next Door». Er hat saubere Arbeit geleistet. Es war kein einfacher Part, das wäre es für keinen Schauspieler gewesen, egal ob jung oder alt. Seine Verwandlung vom einfachen Nachbarn zum Monster war exzellent.