Teenage Sex and Death at Camp Miasma

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Horror

Von: Carmine Carpenito

SCHRÄG, SCHOCKIEREND, PREISGEKRÖNT

Der US-amerikanische Slasher TEENAGE SEX AND DEATH AT CAMP MIASMA von Jane Schoenbrun feierte seine Weltpremiere am 13. Mai 2026 und zwar beim alljährlichen Cannes Film Festival, wo er die begehrte Queer Palm gewann – jetzt will der einzigartige Genrefilm auch das Schweizer Publikum in seinen Bann ziehen.

Der Streifen verkörpert eine mutige Mischung aus Horror, Queer-Thematik und schwarzem Humor. Die Handlung dreht sich um Kris, eine queere Filmemacherin, die den Auftrag erhält, einen neuen Teil der langlaufenden CAMP MIASMA-Reihe zu inszenieren. Während der Dreharbeiten gerät Kris allerdings zunehmend in den Bann der zurückgezogen lebenden Schauspielerin Billy Preston, gespielt von AKTE X-Star Gillian Anderson, die damals die letzte Überlebende im Originalfilm spielte. Zwischen den beiden entwickelt sich eine äusserst psychosexuelle Obsession, die in einer surrealen, verstörenden Atmosphäre gipfelt. Schoenbrun beschreibt den Film als den «besten Versuch eines ‚Sleepover-Klassikers‘», eine «verrückte, doch gemütliche Mitternachtsexpedition», das Publikum auf eine bizarre Reise mitnimmt.

Geschlechterdevianz, Transidentität und Horror-Mythologie

Der Film setzt sich mit Themen wie Geschlecht, Transidentität und der Horror-Mythologie auseinander. Schoenbrun wollte einerseits das Genre ehren, andererseits Kritik an klassischen Filmen wie PSYCHO und DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER üben, die Trans-Charaktere oft als Monster stilisierten. Das Projekt wurde im Mai 2025 in British Columbia gedreht. Die Kameraarbeit auf 35mm unter der Leitung von Eric Yue verleiht dem Film eine besondere visuelle Atmosphäre.

Provokant und vielschichtig

TEENAGE SEX AND DEATH AT CAMP MIASMA fungiert als provokantes und vielschichtiges Werk, das Genrestereotypen, queere Lebenswelten und gesellschaftliche Fragen auf unkonventionelle Weise verbindet – ein Film, der mit Sicherheit im Gespräch bleiben wird.