Nach über zwanzig Jahren «chillen, kiffen und bumsen» muss Vorstadt-Gangster Ali G schockiert feststellen, dass seine langjährige Freundin Julie im achten Monat schwanger ist. Was jetzt?
Da es nun ein zusätzliches Maul zu stopfen gilt, schwingt das selbsternannte Genie seinen Allerwertesten vom Sofa. Er macht sich auf den Weg nach Amerika, um endlich an seinen früheren Ruhm anzuknüpfen. Doch der vermeintliche Kult-Trip wird schnell zum gefährlichen Spiessrutenlauf: In den USA stösst er auf skrupellose Gegner, die nicht nur sein Leben, sondern auch das seines ungeborenen Kindes bedrohen. Für das exzentrische Urgestein der Comedy gilt nur noch ein Motto: Weitersmoken oder es droht der absolute Knockout!Ab hinter die Kamera
Hinter diesem provokanten Kinoknaller steht kein Geringerer als Mastermind Sacha Baron Cohen höchstpersönlich. Das Besondere bei diesem Projekt: Der britische Ausnahmekomiker feiert mit der Mockumentary sein lang erwartetes Regiedebüt bei einem Spielfilm. Vor der Kamera wird er von Co-Star Morgana Robinson unterstützt, die als seine schwangere Freundin Julie für grandiose Lacher sorgt. Wie schon bei seinen Welterfolgen BORAT und BRÜNO setzt Cohen auch diesmal auf absolute Echtheit: Über ein Jahr lang begleiteten ihn Kameras im echten Leben. Ali G trifft im Film auf reale Persönlichkeiten, die absolut keine Ahnung haben, dass sie gerade von einer weltbekannten Kunstfigur vorgeführt werden.
Boykottaufrufe und wachsender Hype
Der Vorgänger ALI G INDAHOUSE lockte vor über zwei Jahrzehnten über 40’000 Zuschauerinnen und Zuschauer in die Schweizer Kinos und geniesst bis heute absoluten Kultstatus. Trotz oder gerade wegen der enormen Kontroversen und weltweiten Boykottaufrufe im Vorfeld beweist der potenzielle Kinohit schon jetzt eine wahnsinnige Anziehungskraft. Mit einem genialen Soundtrack, der das Publikum direkt in die goldene Ära des 2000er-Jahre-Hip-Hops zurück katapultiert, liefert das Werk die wohl unkorrekteste, aber garantiert humorvollste Kinounterhaltung des Monats.