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Interview Melissa McCarthy

Interview: Andrew Warne

Melissa McCarthy: «Ich wünschte, ich wär Genie der Flaschengeist»

NEW YORK Die beliebte Schauspielerin und Comedienne Melissa McCarthy ist mit einer verrückten neuen Komödie zurück. Dieses Mal verkörpert sie die reichste Frau Amerikas, die tief fällt und wieder von ganz unten anfangen muss. Mit uns spricht sie über die Entwicklung der Figur und was sie ändern würde, wenn sie die reichste Frau der Welt wäre.

Melissa McCarthy, war Ihre Figur Michelle Darnell schon lange im Gespräch für einen Film? Ja, Michelle Darnell war schon lange ein Thema. Ich habe sie mir vor etwa 16 Jahren zum ersten Mal vorgestellt. Es war ganz schräg, sie erschien mir als 3D-Version in meinem Kopf. Ich wusste genau, wie sie aussah, wie sie sich kleidete, wie sie sprach und wie sie mit Mitmenschen umging. Ich hatte ein ausgeprägtes Gespür für sie.

Wie ging es daraufhin mit Michelle Darnell weiter? Ich schrieb einen Sketch für sie und schlüpfte in die Rolle der Michelle Darnell. Ich machte ein Seminar mit dem Thema "Geld verdienen". Ich liess das Publikum Fragen stellen und ich antwortete. Es war so toll, sie zu verkörpern. Ich konnte sie auch Jahre später nicht loslassen. Ich war richtig fasziniert von ihr.

Was fasziniert Sie so an Michelle Darnell? Ich spiele gerne Figuren, die getrieben und selbstbewusst sind. Diese Charaktere sind so anders als ich, ich bin ein Familienmensch. Ich empfinde Neugier und Faszination, wenn es um Menschen geht, die sagen, sie bräuchten niemanden, nur sich selber, ihr Geld und ihre Macht. Wenn mir jemand sagt, er brauche niemanden im Leben, glaube ich das nicht, ich frage mich, was die Person versucht zu verbergen.

Wann haben Sie herausgefunden, worin der Erfolg Ihrer Projekte liegt? Ich bin immer noch dran, dies herauszufinden. Als Zuschauerin möchte ich eine Figur anfeuern. Also möchte ich eine Figur präsentieren, die anfängt, fällt und hoffentlich wollen du und die Zuschauer, dass die Figur wieder aufsteht. Das gefällt mir als Kinobesucherin, ich bin ein grosser Filmfan.

Wenn Sie die reichste Frau auf der Erde wären, was würden Sie unternehmen, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen? Oh mein Gott. Wo fange ich da nur an. Ich wünschte, ich wär Genie der Flaschengeist. Ich würde den Krieg und alles Verrückte stoppen.