Elliot, der Drache

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Adventure

Interview Bryce Dallas Howard

Interview: Raya Abirached

Bryce Dallas Howard: «Glaube an Magie und das Unmögliche»

LONDON Wie angelt sich eine erfolgreiche Schauspielerin ihre Rollen? Mit einem offenen Lachen und viel Charme. Nachdem Bryce Dallas Howard bereits mit freundlichen Spinnen, blutdurstigen Vampiren und brüllenden Dinosaurier gedreht hatte, stand sie jetzt in ELLIOT, DER DRACHE an der Seite eines furchterregenden Drachens. Kinowetter traf sich mit der amerikanischen Schauspielerin, um über ihre Liebe zu Disney und die Schauspiellegende Robert Redford zu sprechen.

Bryce Dallas Howard, Sie spielen in ELLIOT, DER DRACHE die Rangerin Grace. Welche Bedeutung hat der Film und Disney für Sie? Meine Kindheit war gefüllt mit Disney! Die Botschaft der Filme ist immer etwa dieselbe; Glaube an Magie und das Unmögliche. Disney gibt den Kindern die Hoffnung und den Glauben an Wunder und Magie zurück. Ausserdem sind die Filme für gewöhnlich auch sehr emotional. Schon nur ein kleiner Teil eines solchen Filmes sein zu können, bedeutet mir unbeschreiblich viel.

Sie erwähnten Ihre gefüllte Disney-Kindheit, erinnern Sie sich an besondere Ereignisse? Ich gehörte zu diesen Disney-besessenen Kindern. Meine Grossmutter ging jedes Jahr drei Tage mit mir ins Disneyland. Wir fuhren an einem Tag jeweils nur eine Bahn, diese aber immer und immer wieder. Den ganzen Tag lang (lacht). Für mehrere Jahre habe ich zudem nur Disneykostüme getragen. Unter anderem das Kleid von Alice im Wunderland, das Kleid von Schneewittchen oder auch das von Cinderella.

Alle Disneyfilme haben etwas Zauberhaftes an sich. In welcher Weise zeigt sich ihrer Meinung nach diese Magie in den Werken? Der Zauber der Filme ist es, dass sie uns ermöglichen unser echtes Leben zu verlassen. Sie geben uns die Chance für einige Momente der Realität zu entfliehen, um als Abenteurer unbekannte Orte zu entdecken.

Denken Sie persönlich, dass Kinder etwas aus den Disneyfilmen lernen können? Ich erinnere mich als Kind Filme gesehen zu haben, die mich emotionaler gemacht haben, als ich im realen Leben je war. Sie machten mich aufgeregt und ich konnte völlig ausgelassen sein. Ich lachte als wäre ich verrückt, was ich sonst niemals getan hätte. Diese Filme kitzelten das alles in mir hervor. Deshalb denke ich, die Geschichten bringen den Kindern bedeutende Dinge bei. Sie lernen ihnen Moral und wichtige Werte, wie das Magisches durchaus geschehen kann und es Übernatürliches gibt. Das inspiriert viele Menschen dazu weiter zu machen und ausserhalb den Normen zu denken. Es trotzt vielem Scheitern nochmals zu versuchen und sich dabei noch mehr anzustrengen.

Pete wird von dem Kinderschauspieler Oakes Fegley gespielt. Wie war die Zusammenarbeit mit ihm, war er überzeugend? Er war einfach unglaublich! Der Film lebt von der innigen Beziehung zwischen Pete und dem Drachen Elliot. Da ist dieses Band zwischen den Beiden, die bedingungslose Liebe, die sie für einander empfinden. Sie bringt so viel Spass mit sich und viele unvergessliche Abenteuer. Einfach herrlich, berührende Momente, die du als Zuschauer wirklich glaubst. Und während du zurück denkst, realisierst du, dass es ein 10-jähriger Junge ist, der gegenüber von nichts schauspielerte. Es ist verrückt!

Neben Oakes gehörte auch Oona Laurence zu den jüngsten am Set und hatten gleichzeitig die wichtigsten Rollen. Wie war es mit den Kindern zu drehen? Oakes und Oona waren zweifelsohne am häufigstem am Dreh vorzufinden. Sie waren die Furchtlosesten und Kreativstem am ganzen Set. Als ich mir bei Szenen nicht sicher war, wie ich sie am besten darstellen sollte, habe ich Oakes und Oona um Rat gebeten. Ihre Vorschläge waren immer die passenden! Ich bin davon überzeugt, dass Oakes das Zeugs zum Regisseur hat. Er stellt die richtigen Fragen und ist für sein Alter ein ausgezeichneter Geschichtenerzähler. Und dennoch steckt in ihm immer noch das Kind, dass er ja auch sein sollte. Er liebt das Game «Minecraft» und träumt davon einmal Architekt zu werden.

Ihr Filmvater wird durch den einzigartigen Robert Redford verkörpert. Wie war es an seiner Seite im gleichen Film zu sein und mit ihm zu arbeiten? Am Set habe ich immer darüber Witze gemacht, dass die wahre magische Kreatur wohl am ehesten Robert sei. (lacht) Ich bin ihm zwar zuvor noch nie persönlich begegnet, aber mein Vater kennt ihn und hatte mir immer Geschichten über ihn erzählt. Diese Art von Geschichten, in welchen der Protagonist zur Legende wird. Robert ist einer der grössten Schauspieler, die es gibt. Nimmt man sich die besten Filme aller Zeiten, dann war er in den meisten davon mit dabei. Dasselbe als Filmmacher und Entertainmentunternehmer. Er hat mit Sundance die Filmindustrie für immer verändert. Dadurch verhalf er unteranderem auch vielen namenhaften Filmemachern erst zu ihrem grossen Erfolg. Wir sollten Gott danken, dass es diesen Mann gibt. Ausserdem ist er sehr humorvoll, äusserst gutaussehend und der beste Geschichtenerzähler von allen (lacht).