Tom & Jerry

Aktuell im Kino

hot
Family

Interview Chloë Grace Moretz

Interview: Raya Abirached

Chloë Grace Moretz: «Der Film bleibt den Charakteren treu»

Chloë Grace Moretz, Tom & Jerry ist vermutlich allen ein Begriff und Fans haben sie auf der ganzen Welt. Waren oder sind Sie ebenfalls ein Fan? Ganz ehrlich, egal wo und mit wem ich sprach, alle lieben Tom & Jerry. Mich macht das unglaublich glücklich. Ich selbst bin ein Fan, seit ich etwa zwei Jahre alt bin. Ein Grund ist, dass mir gefiel, wie es meine Fantasie anregte, gerade weil sie nicht miteinander sprachen. Man konnte immer egal wann und wo einschalten und wurde augenblicklich gepackt. Man konnte ihre Abenteuer einfach verfolgen.

Welcher Superstar kann schon von sich behaupten nach 60 Jahren immer noch so populär und beliebt zu sein… Ja genau, so ist es zu hundert Prozent.

Wie sehr gefiel Ihnen das Endprodukt, da Sie ja Tom & Jerry, während dem Dreh nicht wirklich dabei hatten? Alles, was ich anfangs sah, war dieser eine kleine Clip, den Regisseur Tim Story zusammengestellt hatte. Damit wollte er zeigen, was er sich so vorgestellt hat. Die einzige Frage, die ich als eingefleischter Fan hatte, war: «Bleiben Sie 2D, einfach so wie man sie kennt und du machst sie nicht zu modern?» Meiner Meinung nach haben sie genau dieses Versprechen eingehalten. Das macht mich total glücklich und stolz. Ich habe in erster Linie also mit den Animatoren und dem Regisseur gearbeitet. Ich wollte von ihnen wissen, wie weit ich mit meinen Improvisationen gehen darf. Die Antwort war einstimmig. So weit ich wolle, sie würden dann die beiden in die jeweiligen Szenen hineinanimieren. Es war eine schwere Aufgabe. Doch wie toll ist es als Schauspieler so etwas tun zu können und andere Charaktere mitformen zu dürfen. Es war eine tolle Gelegenheit für mich.

Am Set muss es demnach sehr viel Spass gegeben haben, wenn Sie so viel improvisieren durften? Oh ja, es war unheimlich viel Spass am Set. Wir drehten in den Studios in London und die hatten keine Klimaanlage. Das bedeutet wir hatten zusätzlich noch unglaublich heiss. Vermutlich wurden wir ein wenig verrückt (lacht). Ich denke diese Situation hat unseren Humor und unsere Witze noch weiter gepusht. Wahrscheinlich war es gerade perfekt so (schmunzelt).

Wie war die Zusammenarbeit mit den anderen Schauspielern und Komiker. Fanden Sie sie genauso lustig, wie Sie empfunden wurden von ihnen? Ah, das ist lieb von denen. Ich fühle mich geehrt mit Menschen zusammengearbeitet haben zu können, die gewillt waren, genauso verrückt zu werden. Rob Delaney, der mein Chef spielte, war wirklich lustig. Alle am Set brachten ihren eigenen Humor mit, was toll war. Regisseur Tim Story war es wichtig, dass er Schauspieler hatte, die wirklich alles gaben und über die Grenzen hinausgingen. Etwas, dass wir uns gegenseitig im ersten Treffen sagten, war: «Wir wissen nicht, was wir tun, lass es uns zusammen herausfinden». Das war dann auch die Mentalität am Set. Wir gaben unser Bestes und gingen an unsere Grenzen. Schlussendlich kam alles wundervoll zusammen. Ich bin wirklich stolz darauf.

Denken Sie, dass es eine wichtige Botschaft im Film gibt, neben einer guten Unterhaltung? Es stimmt, dass wir in diesen Zeiten Filme wie diesen brauchen. Filme, die uns gut fühlen lassen. Wir brauchen sie zudem, weil es Botschaften in ihnen hat und weil es in einer gewissen Weise ein Happy End hat. Wir alle benötigen ein klein wenig ein Happy End in unserem Leben. Eine der offensichtlicheren Botschaften ist, die Beziehung zwischen den beiden. Wenn sich zwei solche Fights und Kabbeleien liefern, dann mögen oder lieben sie sich in Wahrheit sehr. Sie sind wie zwei Geschwister, die sich dauernd streiten (schmunzelt). Eine andere Botschaft ist, man soll so bleiben, wie man ist. Und ehrlich über sich selbst sein. Man kann vortäuschen, bis man es erreicht, aber irgendwann fliegt einem alles um die Ohren. Es gibt also verschiedenen Botschaften in diesem Film. Gerade das macht in aus meiner Sicht so toll. Je nach dem wer und wann der Film gesehen wird, kann etwas anderes daraus entnommen werden. Das ist das wichtige an diesem Film.

Es gibt Fragen aus der Schweiz. Was wissen Sie über Ihre Deutschen Vorfahren? Ich weiss ein wenig über meine Vorfahren. Es führt alles auf meinen Nachnahmen Moretz zurück. Wir haben also ein paar Deutsche Vorfahren.

Was machen Sie am Valentinstag? Ich werde vermutlich zu Hause sein (schmunzelt). Ich werde vermutlich etwas leckeres essen und ein paar Filme schauen. Ich habe ein paar Blumen von meiner Mutter erhalten. Am Valentinstag bin ich der Meinung darf man gut den Menschen, die man liebt, sagen, dass man sie liebt.

© 2021 kinowetter.ch