West Side Story

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Interview Ariana DeBose

Interview: Ana von Halle

Ariana DeBose: «Ich wollte der Figur etwas eigenes beitragen»

Ariana DeBose, Sie sind ein alter Hase, was Musicals anbelangt. Für Regisseur Steven Spielberg ist WEST SIDE STORY das erste Musical. Konnten Sie ihm Tipps geben? (lacht) Das Wundervolle an der Zusammenarbeit mit Steven war, dass es ihn wirklich interessierte, was wir zusagen hatten. Und er gab sich wirklich Mühe, auch gerade, weil es sein erster Musical-Film war. Er kam zu all unseren Tanz-Proben, filmte alles und machte für alles ein Storyboard. Er wollte die dynamischste und energievollste Aufnahme machen. Es gab vielleicht diese einen Momente, wo ich Vorschläge machte, wie ich die Aufnahme noch energievoller machen könnte. Wir hatten eine richtige Partnerschaft, wenn es um die besten und dynamischsten Aufnahmen ging. Wenn er mir sagte, er wolle mehr Rock, dann wusste ich meist, wie ich mich drehen musste, dass es besser aussah.

Sie spielen den Charakter Anita, der damals von der grossartigen Rita Moreno gespielt wurde. Wie war es in ihre Fussstapfen zu treten und wie viel Druck spürten sie darüber? Oh mein Gott, ich hoffe, ich habe sie stolz gemacht. Interessanterweise haben wir nie wirklich darüber gesprochen. Ich habe nicht nur den Druck gespürt sie stolz zu machen, sondern die ganze Puerto amerikanische Community. Es ist eine Rolle, die ihnen sehr viel bedeutet genauso wie den lateinamerikanischen Menschen in der Industrie und den Menschen aus der Broadway-Community. Ich wollte unbedingt einen tollen Job machen und etwas zum Charakter beitragen. Ich glaube nicht ans Kopieren oder Recyceln von irgendetwas. Ich meine, was ist der Sinn davon. Ich hoffe, dass ich mich gut geschlagen habe (schmunzelt). Ich denke, das habe ich schon (lacht).

Es werden Themen angesprochen, die nach wie vor sehr wichtig sind. Wie wichtig fanden Sie es, dass ein weiblicher Charakter eine solch starke Rolle im Film hatte? Ich fand die Wahl sehr gut. Es gibt den einzelnen Momenten eine weitere Facette. Es gibt diesen Momenten, die Möglichkeit von alleine ikonisch zu werden. In dieser einen Szenen war meine Vorgängerin mit mir in der Szene. Rita fungiert in diesem Moment wirklich wie eine Brücke zwischen dem Film aus den 60er Jahren und unserem. Es war toll zwei Latinas aus zwei verschiedenen Generationen zu haben, die teils differente Denkweisen teilen und andere Entscheidungen für ihre Leben getroffen haben. Beide Dinge müssen in der gleichen Zeit bestehen können. Beide Charaktere Valentina und Anita haben eine innere Stärke und das ist ihre Gemeinsamkeit. Es ist jedoch unglaublich hinsichtlich der Story. All diese Dinge helfen dieser einer Szene zu wachsen und hebt die Messlatte für den ganzen restlichen Film an.

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