Und morgen seid ihr tot

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Drama

Von: Rahel Buri

Die unmögliche, erfolgreiche Flucht

Im Jahr 2011 wollten sich David Och (Sven Schelker) und Daniela Widmer (Morgane Ferru) einen Traum erfüllen – einmal die Seidenstrasse entlang. Was zum Beginn der Reise niemand ahnen konnte, ihre Rückkehr in die Schweiz sollte erst nach acht Monaten erfolgen. Denn ihr Traum wurde jäh zu einem grauenvollen Albtraum als sie unterwegs entführt wurden.

Eine Geschichte hält die Schweiz in Atem

Aus ihrem Reisebus werden die Beiden nach Waziristan verschleppt und schlussendlich den Taliban übergeben. Für die beiden beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Das geforderte Lösegeld scheint immer wie mehr in die Ferne zu rücken und die Gefahr für David und Daniela wird immer grösser. Ihnen wird klar etwas muss geschehen - und so beginnen sie ihre Flucht zu planen.
Noch heute sind die beiden Schweizer die einzigen Zivilisten, denen die erfolgreiche Flucht aus den Fängen der Taliban gelang. Doch zu Hause angelangt, glaubt den Schweizern niemand. Regisseur Michael Steiner war es wichtig, die Geschichte neu zu erzählen und dieses Mal aus der Sicht der beiden ehemaligen Geiseln.

Erfolgsregisseur für unglaubliche Geschichte

Als bisher einziger Regisseur durfte er mit UND MORGEN SEID IHR TOT das Zurich Film Festival bereits zum zweiten Mal eröffnen. Zudem ist das Geiseldrama nach SENNENTUNTSCHI und WOLKENBRUCHS WUNDERLICHE REISE IN DIE ARME EINER SCHICKSE bereits der dritte Film des Regisseurs, der am Festival gezeigt wird. Sein Erfolg zeigt sich nicht nur da - so gewann er mit der Komödie MEIN NAME IST EUGEN den Schweizer Filmpreis und sein Film WOLKENBRUCH wurde vom Bundesamt für Kultur (BAK) als Schweizer Beitrag sogar ins Oscar-Rennen geschickt.

möglicher Oscar-Anwärter 2.0?

Sein Film UND MORGEN SEID IHR TOT reiht sich nahtlos in seine erfolgreiche Filmografie ein und begeisterte bereits an der Opening Night des Zurich Film Festival das Publikum. Sein Ansatz die Zuschauer nicht nur zuschauen zu lassen, sondern sie mit auf die Reise zu nehmen - und das eben mittendrin, zahlt sich aus. Es entsteht eine Nähe zu den Hauptfiguren, die einem alles mitfühlen lässt. Sein Ziel die qualvollen Erlebnisse des Schweizer Paares vor Augen zu führen - und den lauten Stimmen, die sagen, sie seien selbst schuld, zum Schweigen zu bringen - scheint ihm wahrhaftig gelungen zu sein.