Killer's Bodyguard 2

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Interview Ryan Reynold & Salma Hayek

Interview: Mathilde Bernard

Ryan Reynolds: «Unpünktlichkeit ist in Hollywood normal»

Der Film ist unglaublich lustig und gleichzeitig sehr actionreich. Wie viele Blessuren trugen Sie von den Actionszenen davon? Salma Hayek: Ich habe unglaublich viele Blessuren. Ich hatte auch viel Muskelkater, neben den Blessuren und Beulen. Danke für diese Frage. Niemanden interessiert es, ob ich mich verletze (schmunzelt). Aber ja, es gab eine Handvoll davon.

Sie haben zwar Stuntleute am Set, aber Sie versuchen nach wie vor viel selbst zu machen, korrekt? Salma Hayek: Das stimmt. Ich geniesse es noch solange ich kann. Ich habe vermutlich nur noch 10 Minuten, um körperliche Rollen zu geniessen. Doch ich bin da, also mache ich es (schmunzelt).

Wer weiss, vielleicht sind es auch noch viele Minuten… Ryan Reynolds: Hallo, ich meine die Aussage kommt von Salma Hayek, die gerade einer der grössten Actionfilme der Geschichte der letzten anderthalb Jahren gemacht hat (lacht).
Salma Hayek: Du meinst während der Corona-Zeit (lacht).
Ryan Reynolds: Ich würde sagen, es ist alles okay. Du hast noch genügen Zeit.

Sie wirken immer so schmutzig, dass man fast den mütterlichen Instinkt hat Sie säubern zu wollen. Es gab wie nie die Zeit für eine Dusche… Ryan Reynolds: Es gab einfach nicht viel Zeit dafür. Als Beispiel Salma steckt mich in den Kofferraum, weil ich ohnmächtig und verletzt bin. Niemand interessiert sich für meinen Charakter Bryce und genau das macht es so lustig. Die einzige Person, die sich für Bryce interessiert ist er selbst. Er ist von sich selbst besessen.

Die Zuschauer interessieren sich ebenfalls für Bryce… Ryan Reynolds: Ja, stimmt. Es ist lustig einem Charakter zu zusehen – entschuldigen Sie meine Ausdrucksweise – der durch den ganzen Film Scheisse frisst. Man möchte es sogar schon ein wenig, dass es so ist. Bryce hat etwas an sich, so dass es Spass macht ihm zu zusehen, wie er immer wieder scheitert. Es macht Spass ihm zu zusehen, wie er versucht Fuss zu fassen mit diesen beiden verrückten Charakteren daneben mit welchen er durch Europa zieht. Es ist einfach ein grosser Spass.

Als Sie nach Hollywood kamen, war Bodyguard sicher nicht Ihre erste Job-Wahl. Was war Ihr erster Job, als Sie nach Hollywood kamen und in Highland Gardens lebten? Ryan Reynolds: Wow, da sind Sie gut informiert. Ja, das stimmt. Ich lebte anfangs in den Highland Gardens Hotels. Mein erster Job in Hollywood? Zu diesem Zeitpunkt war ich kein Bürger der USA, sondern Kanadier. Ich konnte in diesem Sinne gar nicht arbeiten (lacht). Ich musste von Beginn an eine Rolle in einem grossen Projekt finden, sonst würde ich niemals dort arbeiten können. Ich zog dorthin, um der Impro-Comedy-Gruppe «The Groundlings» beizutreten. Mir wurde allerdings gesagt, dass ich Stunden nehmen musst. Dafür hatte ich jedoch kein Geld.

Wie ging es dann weiter? Irgendwie kam ich zu einem Agenten und schlussendlich zu einer Sitcom. Davor hatte ich ganz viel verschiedene Dinge als Berufe. Ich hatte immer Jobs und ich schätze das sehr. Es lehrte mich Verantwortlichkeit. Ich bin nie zu spät bei etwas, weil ich damals diese Jobs hatte. Wenn die Grundlage ist, dass ich meinen Job verliere, wenn ich zu spät bin, dann bin ich es nicht. Hollywood lässt dich zu spät kommen und anderes. Ich versuche dies jedoch nie zu tun und es nie als selbstverständlich zu erachten. Den meine Grundlage basiert auf der Arbeit in Restaurants und Läden, wo man es nicht versauen darf.

Wie war es für Sie zu Beginn in Hollywood? Salma Hayek: Ich hatte eine ähnliche Situation zu Beginn wie Ryan. Mit der Ausnahme, dass ich nicht Kanadierin war, sondern Mexikanerin. Man musste wirklich etwas finden. Zudem mussten die Macher genügend Interesse an dir haben, dass du ein Arbeitsvisum erhieltst. Ein Arbeitsvisum für eine Mexikanerin zu erlangen, war damals nicht einfach.

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