James Corden, man könnte Sie als einen der weltweit grössten Spassvögel nennen. Würden Sie es wagen Meryl Streep einen Streich zu spielen? James Cordon: Ich würde mich selbst nicht als kompletten Spassvogel bezeichnen. Aber wissen Sie was, vielleicht ist diese Frage ja umgekehrte Psychologie und mit grosser Wahrscheinlichkeit wird ihr gerade jetzt ein Streich für meine Show gespielt. Wer weiss (lacht). Ich denke, es ist einfach wichtig, alle immer auf Trab zu halten (lacht).
Meryl Streep, Ihnen und Brad Pitt wurden einmal von George Clonney einen Streich gespielt. Wie lief das genau ab?
Meryl Streep: (lacht) Ich kann mich nicht mehr daran erinnern. Ich weiss, dass es geschah, aber an den Streich selbst erinnere ich mich nicht mehr (lacht). Wahrscheinlich, weil er nicht so gut war (flüstert).
James Cordon: (lacht)
James, jetzt liegt es an Ihnen einen guten Streich zu spielen… James Cordon: Geben Sie mir ein bisschen Zeit. Wir spielen ein langes Spiel.
Die Prom ist in Europa nicht ein gleich grosses Thema wie in Amerika. Können Sie sich erinnern wie Ihre eigenen Abschlussbälle damals waren? Jo Ellen Pellman: Ich kann mich gut erinnern, was ich getragen habe. Ich trug dieses süsse rote schulterfreie Kleid, welches ich extra gemietet habe. Ich ging mit Freunden hin. Wir hatten viel Spass und tanzten die ganze Nacht. Es ist jedoch absolut nicht zu vergleichen mit dem Abschlussball aus unserem Film.
Meryl, können Sie sich noch an Ihren Abschlussball erinnern? Meryl Streep: Ich habe viele Abschlussbälle besucht. In meiner High School gab es ein Junior-Abschlussball und ein Senior-Abschlussball. Die High School ging vier Jahre, also ging ich insgesamt zu acht Abschlussbällen. (gähnt) Oh, ich entschuldige mich. Es war wirklich toll. Das erste Mal hatte ich ein Kleidermissgeschick. Das war etwas nerv aufreibend. Es ist irgendwie komisch diese Abschlussballsache. Ich frage mich, wie ist es in Deutschland oder sonst in Europa ist. Gibt es etwas, dass auch formell oder semi-formell wie ein Abschlussball ist?
Es gibt eine Art Ball bei uns, nur besitzt dieser nicht den gleichen Wichtigkeitsgrad. Meryl Streep: Ah okay, interessant.
James, mögen Sie sich noch an Ihren Abschlussball erinnern?
James Cordon: Wie gesagt in Europa ist es nicht so gross. In England hatten nicht diese Art von Abschlussbällen. Wir hatten mehr Discos oder eine Art Valentinstagball. Es ging jedoch nie darum, mit wem man da hin ging. Ich mag mich noch erinnern, dass ich mit einer Gruppe von meinen Freunden hinging. Zudem kann ich mich erinnern, dass einer meiner Freunde den Fehler beging, zu früh zu viel zu trinken. Er war also quasi bereits aus dem Spiel, bevor wir überhaupt dorthin kamen (lacht). Das ist ein kleiner Einblick in meine Jugend (lacht).
Meryl Streep: Was man nicht über die Abschlussbälle erzählt ist, dass die meisten High School-Schüler in Amerika nicht dorthin gehen wegen des Balls, sondern aufgrund was danach geschieht. Das ist der Zeitpunkt, wenn es wirklich ausufert. Den nach dem Abschlussball bleibt man die ganze Nacht wach. In meiner High School fuhren die Kinder zweieinhalb Stunden an den Strand und sahen sich den Sonnenaufgang an und handelten sich Ärger ein.
Die Feiertage kommen und dieses Jahr ist aufgrund von Corona alles ein wenig anders. Wie werden Sie dieses Jahr feiern? Meryl Streep: Für Weihnachten ist es immer noch etwas unklar mit meiner Familie. Mein Bruder rief mich gerade heute an. Hier in Amerika haben wir Thanksgiving, welches nächsten Dienstag ist. Er rief mich an, um zu sagen, dass sie nicht kommen werden. Wir sind alle etwas traurig, doch ich verstehe es. Die Leute haben alle verschiedene Gesundheitssorgen. Es ist ein Liebesbeweis, wenn man sich zurückhält bis zum nächsten Thanksgiving. Wir hoffen, dass das dasjenige sein wird, welches wir wirklich feiern werden. Denn was mich betrifft, dürfte 2020 schon zu Ende sein (lacht).
James, wie ist es für Sie, wären Sie ebenfalls froh, das Jahr wäre schon durch?
James Cordon: Wir sind, seit wir nach Amerika gezogen sind, jedes Jahr nach Hause gereist, um meine Familie zu sehen. Wir wissen nicht, ob dies möglich sein wird, dieses Jahr. Doch wir geben die Hoffnung noch nicht ganz auf. Doch wir werden sehen, wie alles klappen wird. Ich stimme jedoch Meryl zu. Es gibt einen wirklich brillanten Song von der Band Smith & Burrows namens «When The Thames Froze». Dieser Song endet mit der Zeile «Die Jahre gehen so schnell vorbei, hoffen wir, das nächste schlägt das letzte». Ich denke, das nächste Jahr hat eine echte Chance genau das zu erreichen.
Meryl Streep: Man muss sich nur die Freude und Glücklichkeit vorstellen, wenn wir das alles tatsächlich in den Griff bekommen.
James Cordon: Mathilde, wissen sie was wir machen werden? Wir vier werden in Ihr Auto steigen und zweieinhalb Stunden an den Strand fahren. Wenn das für Sie in Ordnung ist?
Meryl Streep & Jo Ellen Pellman: (lacht)
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