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Interview Channing Tatum

Interview: Mathilde Bernard

Channing Tatum: «Der Film entstand, als ich meine beste Freundin gehen lassen musste»

Channing Tatum, der Film ist sehr herzerwärmend. Dieses Mal spielten Sie nicht nur die Hauptrolle es ist ebenfalls Ihr Regiedebüt. Wie viel Autobiografie ist in Ihrem Debüt? Wir machten einen Schritt weg vom Autobiografischen Teil. Ich selbst war nicht im Militär. Jedoch war es mein Hund Lulu, welcher Krebs hatte und ich eine letzte Reise mit ihr unternahm. Der Teil, der am ehesten im Autobiografischen liegt, ist das Thema grundsätzlich. Meine Geschichte war traurig, mein Hund starb. Wir wollten uns ein Stück davon entfernen. Das Ganze geschah zu einer Zeit, wo ich meinen besten Freund brauchte. Ich konnte nichts machen, ich musste sie gehen lassen. Ich versuchte sie bei mir zu halten und dies viel zu lange. Das bereue ich am meisten, dass ich sie nicht schon früher gehen liess. Ich musste mich ergeben und erkennen, dass sie nicht mehr will und dass ich nichts mehr tun konnte. Das ergeht auch Jason im Film so, dass er diesen ersten Schritt in Weitergehen tun muss.

Die beiden helfen sich im Film gegenseitig heilen. Können Sie das über Ihren Hund ebenfalls sagen, dass er in schlechten Zeiten für Sie da war? Ja ein Hund, aber auch Tiere im Allgemeinen können das für einen tun. Mir gefallen Hund am besten. Sie besitzen fast kein Ego. Wo auch immer man ist, sie treffen einem genau dort. Man kann traurig, wütend, glücklich oder einfach müde sein und sie werden einem einfach durch alles begleiten, was man gerade fühlt. Das ist etwas sehr Heilsames. Ich hatte nie eine Katze, deshalb weiss ich nicht wie es mit einer Katze wäre. Ich hatte maximal Outdoor-Katzen (schmunzelt). Pferde sind sehr ähnlich und doch auch anders diesbezüglich. Film-Lulu ist ein wenig wie ein Spiegel für Jason. Bevor wir begannen zu drehen, probierten wir verschiedene Szenarien. Eine Überlegung war, ob die Szenen nach wie vor funktionierten, wenn wir den Hund entfernen würden. Er führte viele Gespräche mit dem Hund, welche wir als eine Art Selbstgespräch ansahen, würde man den Hund entfernen. Es geht schlussendlich ein wenig darum, dass er mehr Acht auf sich selbst gibt und sich um sich selbst kümmert.

Ihnen ist sicherlich wichtig, dass Ihre Tochter mit Tieren aufwächst. Könnten Sie sich vorstellen eine Partnerin zu haben, die Hunde oder Tiere im Allgemeinen nicht gern hat? Nein, ich könnte definitiv keine Partnerin haben, die nicht gerne Tiere oder im Speziellen Hunde hat. Wenn man einen Spiegel braucht, dann ist ein Kind definitiv ein sehr klarer Spiegel (schmunzelt). Das kann ich versprechen. Einerseits sind sie sich selbst und doch beginnt man sich selbst zu erkennen. Wenn man beispielsweise frustriert ist, dann erkannt man sein Verhalten in seinen Kindern wieder. Man kann ihnen helfen durch schwere Zeiten gehen. Jemand fragte mich kürzlich, was ich meiner Tochter sagen würde, wenn sie durch dieselben schweren Momente gehen würde, wie ich in diesem Moment ging. Ich gab der Person eine Antwort und sie schmunzelte und sagte: «Na, also da hast du dein Ratschlag.» Ich dachte mir, stimmt (lacht).

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