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Interview Oscar Martínez, Penélope Cruz & Antonio Banderas

Interview: Raya Abirached

Penélope Cruz: «Ich habe mich von Regisseuren inspirieren lassen, mit denen ich gearbeitet habe»

Sagt die spanische Schauspielerin über ihre neue, verrückte Komödie, in der sie eine exzentrische Regisseurin spielt. Wen sie wohl da im Kopf hat?

Haben Sie sich Inspiration bei Regisseuren geholt, mit denen Sie einst gearbeitet haben? Penélope Cruz: Ich konnte nicht widerstehen. Ich habe aber auch bei Schauspielern und Künstlern aus anderen Ecken ausserhalb der Filmwelt abgeguckt, sowohl bei Frauen als auch bei Männern.

Wie waren die Dreharbeiten für Sie? Penélope Cruz: Die Vorbereitungen waren bereits toll. Es war ein grosser Genuss, mich darauf vorzubereiten und im Geheimen mit Regisseuren darüber zu sprechen. Mehr verrate ich nicht, weil gewisse Leute wahrscheinlich keine Freude daran hätten. Es hat einfach so viel Spass gemacht, Lola zu spielen, weil sie komplett verrückt ist.

Wie wichtig war Ihnen der Ton des Films? Antonio Banderas: Sehr. Es ging nicht nur darum den Schauspieler, bzw. den Charakter zu finden, sondern der Grundton, des ganzen Films. Der Film ist originell. Man kann sich nicht auf ein anderes Werk beziehen, welches man vorhergesehen hat. Manchmal widerspiegelt der Film sogar diverse Genres. In den ersten Tagen griffen wir diese Dinge auf und probierten aus, wie es läuft. Wir spielten mit diesen grossen Räumen, was eigentlich überhaupt nicht der Comedy entspricht. Manchmal schauten wir uns an und fragten uns, was wir gerade taten. Es gab tatsächlich diese langen Pausen, wo niemand sprach und sich einfach alle ansahen. Deswegen war es von grosser Bedeutung, die Charaktere gut zu kennen.

Wie Oscar Martínez porträtieren Sie ebenfalls einen Schauspieler in OFFICIAL COMPETITION. Wie war das für Sie? Antonio Banderas: Man realisiert irgendwann, wer man eigentlich spielt. Wir haben zwar Schauspieler oder Regisseure gespielt, in Wahrheit handelt es sich bei diesen Figuren jedoch um Persönlichkeiten. Diese kann man genauso gut in anderen Berufen finden. Wie zum Beispiel in der Politik oder im Journalismus. Ein Ego haben auch viele andere Menschen, nicht nur Schauspieler (schmunzelt). Der Film handelt im Grunde von menschlichem Verhalten.

Bereiten Sie Ihre Sieger-Reden vor, wenn Sie einmal einen Preis gewinnen? Oscar Martínez: Wenn man so viel Erfahrung in diesem Job hat, bereitet man sich schon eher vor. Man möchte sich schliesslich nicht blamieren, falls man tatsächlich gewinnt. Ich organisiere im Kopf, worüber ich ungefähr sprechen möchte, habe aber noch nie eine ganze Rede aufgeschrieben.

Auch nicht als Sie an den 73. Internationalen Filmfestspielen von Venedig den Copa Volpi als bester Schauspieler für THE DISTINGUISHED CITIZEN erhielten? Oscar Martínez: In Venedig hatte ich mir in der Tat etwas Kurzes überlegt. Auf dem Weg zur Bühne kam mir plötzlich ein anderer Gedanke in den Sinn. Ich musste über das italienische Kino sprechen, weil all die genialen Filmemacher und fantastischen Schauspieler meine Jugend und meine Karriere dermassen geprägt haben. Für mich ist es das beste Kino des 20. Jahrhunderts. Da wurde ich schon emotional. Dies geschah allerdings spontan.

Hatten Sie Ihre Oscar-Rede vorbereitet und geübt, als Sie 2009 als beste Nebendarstellerin für VICKY CRISTINA BARCELONA ausgezeichnet wurden? Penélope Cruz: Geübt habe ich sie nicht, nein. Ich hatte mir zur Sicherheit einige Zeilen aufgeschrieben, wusste jedoch nicht was geschehen würde. Weil ich so nervös war, tat ich dies aber erst ein oder zwei Tage vor der Preisverleihung. Ich wollte meinen Zettel auf keinen Fall verlieren. Genau das ist aber natürlich passiert. Ich war sehr aufgeregt, aber natürlich sehr glücklich.

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