Das Buch von Boba Fett (Streaming)

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Adventure

Interview Ming-Na Wen, Temuera Morrison

Interview: Carmine Carpenito

Temuera Morrison: «Das fühlte sich richtig toll an!»

Der totgeglaubte Star Wars Kopfgeldjäger Boba Fett feiert auf Disney+ gerade seine Auferstehung. Ein Glücksfall für den neuseeländischen Schauspieler Temuera Morrison, denn er hatte am Set die beste Zeit seines Lebens, wie er uns im exklusiven Interview verrät.

Ihnen liegen diese Welten sehr am Herzen und dies kann zusätzlichen Druck ausüben auf einen Schauspieler. Wie gehen Sie damit um, dass genau dies nicht geschieht? Ming-Na Wen: Es ist ein wenig vergleichbar mit einem Theaterschauspieler. Man wird nervös, hat einen Adrenalinschub und freut sich gleichzeitig, kurz bevor man auf die Bühne geht. Sobald man auf der Bühne steht, fällt alles weg und konzentriert sich nur noch auf die Arbeit. Diese Serie lief für mich genau so ab. Ich flippte jedes Mal aus, wenn ich die Sets, die Requisiten und all meine Co-Stars sah. Es gab so viele talentierte Menschen, allerdings muss man sich einfach auf die Arbeit konzentrieren. Man muss professionell sein. Das war der einzige Weg wie ich durch meine Schwärmerei hindurch kam. Temuera kann mein Ausflippen am Set bestätigen (schmunzelt). Ist doch so, oder?
Temuera Morrison: Sie ist ein absoluter Star Wars-Fan. Als Mensch sehr bescheiden und ich gab ihr ein paar Schauspielt-Tipps im Verlauf des Drehs. Es hat alles super geklappt.
Ming-Na Wen: (lacht)

Wie sahen diese Tipps und Tricks aus, die Sie ihr gaben? Temuera Morrison: Ich sagte einfach immer: «Schau mir zu».
Ming-Na Wen: (lacht) Genau. «Schau mir zu und mach es anders», das sagtest du immer (lacht).
Temuera Morrison: Stimmt und sie solle an Techniken verwenden, was immer sie möchte. Es war einfach alles sehr natürlich. Sie ist wirklich sehr bescheiden. Sie kennt alle Namen von der Crew und den Co-Stars. Es war nie diese Spaltung oder Differenz zwischen Crew und Schauspieler. Es war sehr familiär am Set. Es gab kein Drama oder Dramaqueens bei uns. Es war ein tolles Arbeitsklima. Zudem hatten wir gar keine Zeit für Dramaqueens am Set. Wir hatten so viele Covid-Einschränkungen und sonstiges, dass wir den Tag nur mit Drehen verbringen konnten. Wir arbeiteten also die ganze Zeit. Und die Crew war sehr unterstützend dabei.

Wie hat sich das Business und Sie selbst verändert zwischen den Drehs von STAR WARS – ANGRIFF DER KLONKRIEGER und DAS BUCH VON BOBA FETT? Temuera Morrison: Oh, das ist eine grosse Frage.
Ming-Na Wen: Das ist eine gute Frage.
Temuera Morrison: Darüber mache ich mir nicht allzu viele Gedanken. Ich wusste einfach, dass ich Jengo war und der Charakter Boba Fett, der geklonte Sohn von ihm ist. Das Einzige ist, dass es eine 20 Jahre Lücke dazwischen gab. Ich wollte einfach besser sein. Mir wurde diese Möglichkeit erneut gegeben. Ich fühle mich geehrt und danke Jon Favreau und Dave Filoni, dass sie mich dazu geholt haben. Gerade auch bei THE MANDALROIAN, wo ich ebenfalls mitspielen durfte. So begann das Ganze eigentlich. Ich erhielt die Chance bei THE MANDALORIAN mitzuspielen und einer der ersten Szenen legten dann die Grundsteine für dieses Projekt jetzt.

Wie stehen Sie zu dem Ganzen? Ming-Na Wen: Es ist grossartig. Robert Rodriguez drehte als Regisseur diese erste Episode der zweiten Staffel mit uns, die die Vorstellung zu Boba Fett machte. Er wurde danach gefragt als Showrunner und Produzent bei DAS BUCH VON BOBA FETT mitzuhelfen und das rundet meiner Meinung nach alles ab. Dadurch wird der Ton der ganzen Serie gesetzt.
Temuera Morrison: Ich erinnere mich, dass sogar Jon eines Abends sagte, dass er das Ganze supertoll finde. Sie alle waren grosse Star Wars-Fans und wuchsen mit dem allem auf. Nun ist er hier als erwachsener Mann und kann Fantasien ausleben. Zeitweise fühlt es sich so an, als wäre man ebenfalls Teil dieser Mühle, die von Beginn an daran arbeitete, eine tolle Serie zu machen. Es fühlte sich gut an und es war eine tolle Führungsebene, die uns leitete. Wir wurden alle zu Freunden und halfen einander aus. Es ist wirklich cool.

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