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Interview Ruben Fleischer

Interview: Carmine Carpenito

Ruben Fleischer: «Ich hoffe, dass Zuschauer meine Vision so lieben wie ich»

Ruben Fleischer, Gratulation zu Ihrem Film. Aus diesem entstammt die Aussage: «Es gibt Dinge, die sind weg, andere nur verloren.» Danke und stimmt, das ist so.

Gibt es etwas beim Filme drehen, dass Sie sich wünschten, es wäre nur verloren und nicht ganz weggefallen in den letzten Jahren der Filmgeschichte? Ich denke, wir haben davon etwas in unserem Film eingebaut. Die Kunst der praktischen Kulisse ging vermutlich etwas verloren in den letzten Jahren. Heutzutage kann man so vieles mit Green Screen oder wie bei THE MANDALORIAN mit CGI machen. Wir haben das pure Gegenteil gemacht. Wir benutzten nur reale Kulissen und in der Bauweise sehr nach alter Schule erstellt. Jedes Detail unserer vielen Kulissen war echt und real. Für die Schauspieler ist es nur fördernd. Ich meine, es geht fast nicht anders, als dass man das Gefühl erhält man sei selbst auf der Suche und voll in diesem Abenteuer dabei (schmunzelt). Mit diesem Alte-Schule-Ansatz haben wir vermutlich etwas hervorgeholt, das ein wenig verloren ging.

Zu einem gewissen Zeitpunkt muss Chloe eine schwere, allerdings nötige Entscheidung treffen. Mussten Sie dies für Ihre Karriere als Künstler ebenfalls schon tun? Das ist eine tolle Frage und ich wünschte mir, ich hätte eine tolle Antwort darauf. Ich denke, dass ich bei jedem meiner Filme, etwas beängstigt war. Gerade nachdem ZOMBIELAND als mein erster Spielfilm ein solcher Erfolg war. Mein zweiter Film war ein Flopp und ich wurde unsicher, bezüglich des Materials, der Vision und wie umsetzen. Schliesslich steckt man nicht nur Zeit, sondern auch Herzblut in diese Filme und weiss dennoch nicht, wie sie ankommen werden. Manchmal traf die Begeisterung ein und manchmal nicht. Jede Entscheidung einen Film zu machen, ist eine schwere für mich. Ich lerne jedes Mal viel durch die Prozesse. In dem Moment, als ich das Skript für UNCHARTED lass, war mir klar, dass es keine schwere Entscheidung sein wird. Ich war sofort begeistert ein Film in diesem Genre machen zu können. Es ist meine absolute Lieblingsart von Film. Ausserdem wurde schon länger keiner mehr auf diese Weise gemacht. Ich fühlte mich superglücklich, dass ich UNCHARTED machen durfte.

UNCHARTED dreht sich um Puzzles, Mysterien und Geheimnisse. War Hollywood anfangs für Sie wie ein Mysterium, welches Sie durch Erfahrung besser kennen lernten? Ja definitiv. Das ist ein toller Vergleich, denn ich noch gar nie gemacht habe. Ich habe klein angefangen mit Musik Videos und Kurzfilmen. Meinen Abschluss machte ich in Werbevideos. Schlussendlich durfte ich dann grössere Projekte in Angriff nehmen. Auf diesem Weg habe ich immer Neues gelernt und andere Dinge gesehen und erlebt. Dadurch habe ich Erfahrungen gesammelt, welche mitgeholfen haben, mich als Regisseur zu formen.

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